WETTER

Fußgänger: Pinguin-Gang - Autofahrer: Tempo drosseln


27.01.26 Wie schon vor vier Wochen sorgte nächtliches Glatteis gestern für Chaos. Starker Schneefall und Eisregen haben am frühen Morgen in weiten Teilen Deutschlands den Verkehr erheblich beeinträchtigt. Regen, der auf gefrorenen Boden fiel, verwandelte Straßen und Wege stellenweise in gefährliche Eisflächen. Polizei und Wetterdienste warnen vor erhöhter Unfallgefahr.

 

Berliner Morgenpost:

Wie der Deutsche Wetterdienst (DWD) schreibt (Stand: Montag, 4.30 Uhr), hat in der Nacht zu Montag ein Tiefdruckgebiet („Leonie“) mit sehr feuchter und etwas milderer Luft auf Brandenburg und Berlin übergegriffen.

Schon am späten Sonntagabend fiel überwiegend gefrierender Regen, die Straßen und Gehwege sind spiegelglatt. Der Deutsche Wetterdienst hatte eine Unwetterwarnung herausgegeben, die aber am Montagvormittag wieder aufgehoben wurde. Der Wetterdienst warnte aber weiterhin vor Glätte bis etwa 18 Uhr.

rbb:

Der Tram und Busverkehr ist teils eingestellt, auch im Regional- und Fernverkehr kommt es zu Ausfällen. Trotz aufgehobener Unwetterwarnungen wird weiter zu Vorsicht aufgerufen.

Die Berliner Polizei zählte im Vergleich zum vorigen Montag deutlich mehr Verkehrsunfälle - rund 100. Vor einer Woche lag die Zahl bei etwas mehr als 60, wie ein Polizeisprecher dem rbb sagte. Gezählt wurden die Unfälle von jeweils 4 Uhr morgens bis 9 Uhr.

Die BSR wies darauf hin, dass die Ordnungsämter der Bezirke dafür zuständig sind, die Räumung und das Streuen der Gehwege zu kontrollieren und gegebenenfalls Bußgelder zu verhängen.

Den Bürgern rät sie: "Hinweise zu fehlendem oder unzureichendem Winterdienst sind deshalb unverzüglich nach Feststellung an das jeweilige Ordnungsamt zu richten."

 

t-online:

In Berlin wurde der Tramverkehr komplett eingestellt. Viele Fahrer sitzen seit Stunden fest.

Rund 40 Trams schafften es zu Beginn des Eisregens nicht mehr rechtzeitig ins Depot, teilten die Berliner Verkehrsbetriebe (BVG) mit. Sie stehen nun auf freier Strecke. Mancherorts harren Fahrerinnen und Fahrer deshalb schon seit Stunden in den Fahrzeugen aus, um sie zu bewachen. Einige hätten dafür auch ihre Schichten verlängert.

 

BVG:

Kein Trambetrieb: Aufgrund vereister Leitungen und Gleise ist der Straßenbahnverkehr aktuell eingestellt. Auch der Bus- und U-Bahnverkehr kann unregelmäßig sein. Bitte informiert euch vor Fahrtantritt über mögliche Verkehrseinschränkungen: 

 

BER:

Aufgrund der Witterungsbedingungen kann es zu Verzögerungen bei der Anreise sowie zu Flugausfällen und Verspätungen im Flugverkehr kommen. Prüfen Sie daher bitte die Verkehrswege bei der An- und Abreise sowie den Flugstatus Ihrer Airline.

 

Die beste Variante bei starker Eisglätte

Bei starker Eisglätte ist die beste Variante, das Haus möglichst nicht zu verlassen und das Auto stehen zu lassen. Wenn ein Hinausgehen unumgänglich ist, gelten angepasste Verhaltensweisen und spezifische Hilfsmittel als sicherste Methode.
 
Die besten Verhaltensweisen & Tipps bei extremer Glätte:
 
  • Fußgänger: Der "Pinguin-Gang": Gehen Sie äußerst langsam, mit sehr kleinen Schritten und setzen Sie die Füße leicht nach außen gedreht auf. Dabei sollte das Körpergewicht hauptsächlich auf dem vorderen Bein lasten.
  • Schuhwerk: Tragen Sie Schuhe mit gutem Profil. Als beste Aufrüstung gelten Schuh-Spikes oder Anti-Rutsch-Sohlen, die über die Schuhe gezogen werden, um direkten Halt auf dem Eis zu finden.
  • Halt suchen: Gehen Sie möglichst "eingehakt" mit einer anderen Person, um Stabilität zu gewinnen.
  • Streumittel: Verwenden Sie abstumpfende, salzfreie Streumittel wie Sand, Splitt, Granulat oder Asche, um die Rutschgefahr auf Gehwegen zu reduzieren.
  • Sicher fallen: Falls ein Sturz unvermeidbar ist, versuchen Sie, die Arme nicht ungeschützt auszustrecken, sondern die Unterarme vor das Gesicht zu nehmen.
Vorgehen bei absoluter Notwendigkeit des Autofahrens:
 
  • Tempo drosseln: Fahren Sie extrem langsam und halten Sie den mehrfachen Sicherheitsabstand (bis zu 10-fach) ein.
  • Sanfte Bedienung: Lenken, bremsen und beschleunigen Sie butterweich, um ein Ausbrechen zu verhindern.
  • Höherer Gang: Fahren Sie im höheren Gang an, um die Räder nicht durchdrehen zu lassen.
  • Auf Warnhinweise achten: Nutzen Sie moderne Reifendruckkontrollsysteme oder Winterreifen mit bestem Grip.

 

 

 

 


Fotos: Yvonne Grüneberg







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