SOZIALES

Inklusionsberatung jetzt auch im Stadtteilzentrum


27.05.26 Mit einer gut besuchten Auftaktveranstaltung im “Bürgerhaus Südspitze” in Marzahn ist das Projekt „Teilhabeorientiertes Sozialraummanagement“ des Vereins für soziokulturelle Arbeit e.V. offiziell gestartet. 

In einer Pressemitteilung des Bezirkes heißt es weiter: 

Hinter dem Begriff steht ein umfassendes Maßnahmenpaket, das die Nachbarschaft für Inklusion sensibilisiert und vor allem Menschen mit Beeinträchtigungen ermöglicht, barrierefrei und bedarfsgerecht in ihrem Kiez zu leben.

Juliane Witt, Bezirksstadträtin für Soziales betonte, das „Bürgerhaus Südspitze“ sei ein soziales Begegnungszentrum, das Inklusion schon seit vielen Jahren lebe. Neben der Ermutigung der neuen Kolleginnen und Kollegen sowie dem Dank an das Teilhabeamt und die bezirklichen Träger der Eingliederungshilfe war es ihr ein besonderes Anliegen, auch den zahlreichen ehrenamtlich Engagierten zu danken. Ohne ihre Unterstützung könnten viele Menschen mit Einschränkungen ihren Alltag nicht bewältigen. Eine aufmerksame Nachbarschaft, die hilft, unterstützt und mehr als nur Türen öffnet, sei dafür unverzichtbar.

“Wir sind als Sozialamt froh und zuversichtlich, dass das Projekt unter Ihrer Leitung, liebe Frau Göbel, mit allen Mitstreiterinnen und Unterstützern die gesteckten Ziele erreicht und wirkliche Verbesserungen bewirken kann.”

Gern nutzte Frau Anika Göbel, die für den VskA die Projektleitung innehat, die Gelegenheit, das Projekt vorzustellen. Sie unterstrich die guten Bedingungen für den Start im Bezirk, die bereits vorhandene Expertise, aber auch die große Erwartungshaltung. Mit dem jetzt gestarteten Team mit neuen und erfahrenen Kräften soll nun bald die Beratung verlässlich und professionell an allen Orten starten. Der Dank geht an die Nachbarschaftsorte, die hier bereits Platz geschaffen haben, und an denen sich die Kollegen schon gut eingelebt haben.

In insgesamt acht Bezirken wird das Projekt vor Ort sein. Bis Mitte 2029 werden in mehreren Berliner Bezirken Inklusionsberater und -beraterinnen in Stadtteilzentren und Nachbarschaftshäusern eingesetzt, die sowohl auf personenbezogener als auch struktureller Ebene tätig sind:

  • Sie begleiten Menschen mit Behinderungen individuell, machen bestehende Angebote nutzbar und stärken Selbstwirksamkeit.
  • Gleichzeitig sensibilisieren sie lokale Akteure und Akteurinnen, bauen Netzwerke auf und stoßen Veränderungen in den Sozialräumen an.

Eine wichtige Schnittstelle stellt die Zusammenarbeit mit dem Teilhabefachdienst dar. Diese ermöglicht es, sozialräumliches Wissen mit Kenntnissen über individuelle Leistungsansprüche zu verknüpfen und passgenaue, sozialraumorientierte Unterstützungsarrangements zu entwickeln. So werden Barrieren abgebaut, Teilhabemöglichkeiten verbessert und das Bewusstsein für Inklusion in den Nachbarschaften gestärkt.

Neu im Bezirk sind die dezentralen Anlaufstellen in den Stadtteilzentren. Anstatt eines zentralen und bezirksübergreifenden Ansprechpartners sind zukünftig vier Standorte mit Inklusionsberatung vorgesehen.

Standorte und Ansprechpartner der Inklusionsberatung:

  • Bürgerhaus Südspitze, BALL e.V., Marchwitzastraße 24-26, 12681 Berlin, Kristin Güttler, Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein., 0157 50 27 09 98
  • Mehrgenerationenhaus „Buntes Haus“, Roter Baum Berlin UG, Hellersdorfer Promenade 14, 12627 Berlin, Sebastian Mauksch, Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein., 0155 67 04 79 28 und Jana Thormählen, Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein., 0155 65 91 32 78
  • Stadtteilzentrum Marzahn-Mitte, Volkssolidarität Berlin e. V., Marzahner Promenade 38, 12679 Berlin, Thomas Krause, Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein., 0155 65 67 64 40
  • Der vierte Standort befindet sich noch in der Findung, Sabine Röseler, Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein., 0155 65 91 32 81

Eine entsprechende Kooperationsvereinbarung zwischen dem THFD, der Senatsverwaltung für Arbeit, Soziales, Gleichstellung, Integration, Vielfalt und Antidiskriminierung (SenASGIVA) und dem VskA gibt es seit dem 21. Januar 2026. Diese ist am 26. März 2026 durch eine zusätzliche Zielvereinbarung zwischen dem THFD und dem VskA am ergänzt worden.

Die Umsetzung des Projekts wird durch finanzielle Mittel der Europäischen Union aus dem Europäischen Sozialfonds Plus ermöglicht.


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