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Dachterrassenbesichtigung mit Vortrag über DDR-Städtebau

So präsentierte sich im vergangenen Jahr die begrünte Dachterrasse des Freizeitforums kurz nach der Erstbepflanzung. Geplant war die Bepflanzung schon zu DDR-Zeiten vor über 30 Jahren vom Architekten des Hauses Professor Eisentraut. 

Heute tagt übrigens wieder das FFM-Austauschgremium (per ZOOM) unter Leitung des Bezirksbürgermeisters Gordon Lemm, wo es u.a. auch um den Stand der Dachbegrünung und die Vorbereitung des Städtebaufördertages geht.  

04.05.22 Am diesjährigen Tag der Städtebauförderung „Wir im Quartier“ laden die Mark-Twain-Bibliothek und das Freizeitforum Marzahn zu einer Veranstaltung ein mit dem Titel “Es ist eine ganz neue Stadt und sehr schön gelegen“: Ansichtskarten zum Städtebau der DDR. 

Neben den Ansichtskarten und einem Vortrag können die TeilnehmerInnen der Veranstaltung auch das im vergangenen Jahr begrünte Terrassendach besichtigen.

Das ist extra für diesen Anlass für Besucher freigegeben und entsprechend gesichert, denn noch immer sind die Bauarbeiten noch nicht beendet.  

Die Veranstaltung findet am Samstag, dem 14.05.2022 von 10 bis 14 Uhr in der Artothek und auf der Dachterrasse statt.

Wegen der begrenzten Teilnehmerzahl wird um Anmeldung gebeten (030) 54 704 142 mit Angabe Ihres Namens sowie Ihrer Telefonnummer. 

Der Eintritt ist frei, eine Spende an den Förderverein Stadtbibliothek Marzahn-Hellersdorf e.V. zur Mitfinanzierung der Veranstaltung wäre nett.

In der Ankündigung zur Veranstaltung heißt es:

Die in der DDR neu gebauten Stadträume versuchten, eine neue nämlich sozialistische Form von Urbanität zu erzeugen.

Diese unterschied sich aus verschiedenen Gründen von den Vorstellungen der klassischen europäischen Stadt und führte, wo sie gelang, in eine erstaunlich eigenwillige Interpretation der Moderne.

Zugleich blieben diese Räume oft, vielleicht sogar meist unvollendet. Heute sind sie teils noch erkennbar, in den meisten Fällen aber grundlegend umgestaltet.

Anhand einer Reihe von Ansichtskarten wird das Phänomen der sozialistischen Stadt mit seinen Besonderheiten präsentiert und im Dialog mit dem Publikum in Bezug zu lebensweltlichen Erfahrungen und Wahrnehmungen gesetzt.

Dabei werden auch die Besonderheiten der Ansichtskartenfotografie sowie die besondere mediale Rolle des Mediums Ansichtskarte in der DDR zwischen Repräsentationsanspruch und Alltagskultur betrachtet.

Ben Kaden studierte Bibliothekswissenschaft, Stadtsoziologie und Politik an der Humboldt-Universität zu Berlin.

Er beschäftigt sich zudem intensiv mit der Ansichtskartenkultur der DDR. Im Jahr 2020 erschien von ihm die Publikation “Karten zur Ostmoderne” (Leipzig: Sphere publishers). Einblicke in seine Sammlung gibt es auch auf Instagram unter @ddrphilokartie.

Die Städtebauförderung steht für starke Quartiere, ein attraktives Lebensumfeld und ein gutes Leben in der Nachbarschaft und ist eines der wichtigsten Instrumente der Stadtentwicklung. Städte und Gemeinden informieren an diesem Tag über ihre Projekte, Planungen und Erfolge – und laden dazu ein, an der Gestaltung des eigenen Lebensumfeldes mitzuwirken.

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