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Eröffnung: Samstag, 03.September 2022, 18 Uhr

Künstlergespräch mit Albena Baeva (auf English und Deutsch)

Offene Podiumsdiscussion mit Albena Baeva, Gergana Baeva, Daniel Bauke, Marc Pospiech (auf English)

Ausstellungsdauer: 06. September – 29. Oktober 2022

Ort: Projektraum Galerie M

 

Eine Gruppenausstellung mit Arbeiten von: Heidi Mumenthaler, Svetla Popova, Jenny Reißman, Dominik Plaßmann, Lucio Cathexis, A Sound Out of the Collective Unconscious, Meredith Drum, Petya Boyukova, Susanne & Emma Roewer, Renate Marnitz, Christine Döhler, Amgard Röhl, Detlef Röhl, Ling Ma, Renate Bause-Bitterlich, Bernadette Schröger, Andrea Sroke, Wolfgang Strack, Namesi, Andreas Noack, Egbert Kußmann, Heidrun Sommer, Hans Döring, Margret Döring, Daniel Bauke, Leonid Kharlamov, Manfred Rother, Marc Pospiech, Yana Krachunova, Wadim Hermann, Elena Kaludova, Albena Baeva u.a.

 

Die Gruppenausstellung “Solidarity Machine” bringt internationale und lokale Kunstschaffende zwischen dem 3. September und dem 29. Oktober im Projektraum Galerie M in Marzahn zusammen und lässt sie Seite an Seite mit einer künstlichen Intelligenz (KI) arbeiten. Der speziell für die Ausstellung von Albena Baeva trainierte Algorithmus erzeugt Anleitungen, die von Künstler:innen interpretiert werden. Im Herzen dieser Zusammenarbeit steht die Frage nach den Handelnden als solidarische Teile einer Gemeinschaft und nach der Bereitschaft, ihre Wirkungsräume mit anderen - auch nichtmenschlichen - Akteuren zu teilen.

“Solidarity Machine” beschäftigt sich mit der Frage, wie wir wieder lernen können, solidarisch miteinander zu handeln. Unsere Welt bricht auseinander: Überlastung durch die andauernde Pandemie, ein Krieg mitten in Europa und der beschleunigte Klimawandel lassen uns keine Zeit zum Nachdenken, sondern fordern uns zum Handeln auf.

 

Die namensgebende Maschine hilft uns die Befriedigung wiederzuentdecken, die wir erleben, wenn wir gleichzeitig mit anderen gestalten - trotz physischer Distanz. Der Algorithmus, welcher der Solidarity Machine zugrunde liegt, wurde auf der Grundlage eines Archivs mit künstlerischen Anleitungen trainiert und erzeugt, neue, originelle Anleitungen für den Umgang mit den Krisen unserer Zeit. “Solidariy Machine” dient als Ort, um Ideen zu testen und unbekannte Gebiete zu kartieren.

Der immaterielle Algorithmus trifft auf einen sehr realen Schauplatz, der es den Teilnehmern ermöglicht, ihre Kunstwerke auszustellen. Alle Werke, die mit Hilfe der KI entstanden sind, können sich für die Gruppenausstellung in der Projektraum Galerie M qualifizieren. Es gibt kein Auswahlverfahren und keine Kuratierung.

 

“Solidariy Machine” baut auf der Idee der künstlerischen Instruktionen, wie sie in der Fluxus-Bewegung der 1960er Jahre entwickelt wurde. Im Alltag sollen Bedienungsanleitungen die korrekte Ausführung einer Handlung sicherstellen; als Kunstform stellen sie unsere Vorstellungen von falsch und richtig in Frage und eröffnen Auswege aus tradierten Wahrnehmungsweisen der Wirklichkeit.

 

Die bulgarische Künstlerin Albena Baeva arbeitet seit über zehn Jahren mit digitalen Medien und Technologien. Sie nutzt maschinelles Lernen, künstliche Intelligenz sowie erweiterte, virtuelle und vermischte Realität. Dabei provoziert sie Fragen nach dem Potential künstlicher Intelligenz in Verbindung mit ihrer eigenen kreativen Imagination. Albena Baeva machte ihren MA in Restaurierung und in digitaler Kunst an der National Akademie der Künste in Sofia. Von 2009 – 2015 war sie Gründungsmitglied des Runabout Projekts, einer Plattform für interdisziplinäre Performances. Sie ist Mitglied der von Künstler:innen organisierten Router-Galerie, Gallery. Solidarity Machine baut auf der Zusammenarbeit von Albena Baeva mit der Kuratorin Natalia Fuchs, am Projekt “Trust Territories” (2020 - 2021). Für Solidarity Machine arbeitet Albena mit ihrer Schwester, der Kommunikationswissenschaftlerin und Expertin für digitale Medien und KI Regulierung Dr. Gergana Baeva.

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